WilERK-Prototypenmotor – Test an Pfingsten und die Erkenntnisse daraus

An Pfingsten fand im Kreise einiger Bastlerkollegen u.a. eine Vorführung des WilERK-Prototypenmotors statt.

Hier die Playlist, das Video dauert etwa 1 Stunde:

Wie man im Video gut erkennen kann, kam der E-Motor nicht auf Touren. Deswegen soll für den nächsten Test eine Dekompression eingebaut werden.
Dies lässt sich z.B. an der Verstellung den Einblasdüsen realisieren. Man benötigt längere Verstellhebel um einen längeren Hub zu erhalten. Zur Dekompression bewegt man die Einblasdüsen weiter heraus, dadurch wird eine seitliche Bohrung frei, durch die der Druck während der Startphase entweichen kann. Sobald die Startdrehzahl von etwa 1000 bis 1200 U/min erreicht ist, bewegt man die Einblasdüsen mit einem stabilen Verstellhebel auf Startposition. Dann sollte der WilERK starten.

Als nächstes soll die Übersetzung des Riementriebes verändert werden. Bisher sitzt auf der Motorwelle eine 80er Keilriemenscheibe. Eine 160er Keilriemenscheibe und längere Keilriemen für vorhandenen Achsabstand sind bereits bestellt. Somit kann die Drehzahl an der Motorwelle halbiert und gleichzeitig das Start-Drehmoment verdoppelt werden. Die 160er Keilriemenscheibe wiegt zudem etwa 2,5 Kg, d.h. man hat gleichzeitig eine Schwungmasse. Die Schwungmasse könnte sich als Vorteilhaft erweisen, während der Startphase.

Das mit dem Graphitexzenter ist schade, war aber zu erwarten. Im Blog-Artikel vom 6. Mai hatten wir auf den Haar-Riss eines Graphit Exzenters aufmerksam gemacht, siehe:
https://wilerk.wordpress.com/2012/05/06/schwarze-kolben-laufhulsen-exenter-lager

Ein gehärteter Stahl Segmentexzenter ist bereits fertig, man sieht ihn in Video 3 ab Minute 6:20.
Der muss auf die Welle montiert werden.
Herzlichen Dank an die netten talentierten Bastler aus Wolpertshausen, dort wurden die Stahlexzenter gefertigt.

Bezüglich der Graphitkolben haben wir starke Bedenken, dass diese an den Stegen brechen könnten, deswegen denken wir darüber nach neue Kolben gemäß dieser Idee zu bauen:
https://wilerk.wordpress.com/2012/05/21/der-neue-zwei-komponenten-kolben/

Anstelle der Kolbenringe könnte man einen kompletten Block aus Graphit aufschrauben. Dies würde die Konstruktion und den Bau etwas vereinfachen.

Die Firma Webeka-Systems, Herr Wilfried Steinacher, war so freundlich uns anhand der bisherigen Exzenterbewegungen Kurvenscheiben zu berechnen. Oben und unten im Kolben könnte man je eine Durchmesser 20mm gelagerte Rolle montieren und käme so von der Gleitreibung zur Rollreibung, was eine deutliche Senkung der Reibung und des Verschleißes zur Folge haben dürfte. Hier die Geometrien der Kurvenscheiben:


http://www.webeka-systems.com/

Mit Änderung der Kurvenscheiben müsste man neue Kolben konstruieren und bauen.
Die Lagerung der Rollen ist nicht trivial. Da wird man gründlich drüber nachdenken müssen. Mitdenker sind erwünscht!

Wilfried baut den WilERK-Prototypen ganz alleine aus eigenen finanziellen Mitteln während seiner Freizeit, also nach Feierabend und an den Wochenenden.

Zur Zeit hat er so viele andere Dinge zu tun (Familie, Beruf, Haus, Hof und Garten), dass der WilERK-Prototyp notgedrungen eine Sommerpause von etwa 4-6 Wochen einlegen muss. Danach geht es mit neuem Elan weiter.

Aktive Mithilfe erwünscht:
Wir wollen keine Spendengelder, falls sich jedoch jemand findet, der neue Kolben, Exzenter, Verstellhebel und Kurvenscheiben anfertigen kann – und dafür die Kosten trägt, würden wir uns sehr freuen. Tatkräftige Hilfe ist gerne willkommen.

Liebe Grüße vom WilERK-Team

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2 thoughts on “WilERK-Prototypenmotor – Test an Pfingsten und die Erkenntnisse daraus

  1. hallo wilerk team schickt mir doch mal bitte die konstruktionszeichnungen der benötigten teile, vielleicht kann ich was beisteuern.

    markus

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